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Zeittafel der Geschichte Orlens

1237 Erstmalige urkundliche Erwähnung Orlens lt. Dr. E. Wilhelmi
1339 Adelhaid von Urle (Orlen) wohnt in Wehen
1499 Erste Grenzbegehung zur Regulierung von Grenzstreitigkeiten zwischen Orlen und Eschenhahn
1526 In Orlen sind 56 Hörige und zwei Freie ansässig
1536 Orlen tritt auf dem Märkerthing in Wehen zum evangelischen Glauben über; die katholische Kapelle wird ev. Gotteshaus
1553 Orlen, Neuhof und Wehen erhalten den ersten regulären evangelischen Pfarrer, Matthias Henz
1558 Orlen und Wingsbach müssen das Holz für den Wehener Galgen auf dem Halberg fällen und liefern
1576 Orlen hat 30 waffenfähige Männer, 19 mit Büchsen und 11 mit Spießen
1579 Zweite Grenzbegehung zur Regulierung von Grenzstreitigkeiten zwischen Orlen und Eschenhahn
1583 Orlen hat ca. 90 Einwohner (17 Familien)
1593 Orlen hat 114 Einwohner (23 Familien)
1599 Gründung der Wehener Schule, die auch die Orlener Kinder besuchen (Winterschule, Schulpflicht)
um 1600 Gemeinsame Fastnachtszüge der Orlener und Wehener Kinder
1602 Dritte Grenzbegehung zur Regulierung von Grenzstreitigkeiten zwischen Orlen und Eschenhahn
1604 Orlen hat 120 Einwohner (25 Familien)
1615 Orlen hat 140 Einwohner (28 Familien)
1616 Umbau der Orlener Kapelle zur Kirche in der heutigen Form
1630 Infolge des 30jährigen Krieges geht die Bevölkerung Orlens auf ca. 110 Einwohner (22 Familien) zurück
1634 Schwedische Truppen fallen in Orlen ein und töten viele Einwohner; sie nutzen die Kirche als Pferdestall
1644 Orlen ist - wie der gesamte Wehener Grund - infolge des Kriegsgeschehens völlig verlassen; die Überlebenden sind geflüchtet
1648 kommen nach dem Friedensschluß die ersten Flüchtlinge zurück
1650 belgische Köhler werden in Orlen zur Verstärkung der Bevölkerung ansässig gemacht (Alexi, "Kohlebrennersch") Neueröffnung der Wehener Schule; 5 Kinder aus Orlen besuchen sie
1655 Orlen hat wieder 39 Einwohner (6 Familien)
1688/89 Vor der französischen Soldateska geflüchtete Pfälzer siedeln sich in Orlen an
1690 Orlen erhält eine eigene Schule
1700 Orlen hat 83 Einwohner
1753 Grenzbegehung durch die Gemeinden Wehen, Orlen und Neuhof
1777 Orlen macht erneut gegenüber Eschenhahn die Gebietsansprüche von 1499 geltend
1778 Am 30. Juni beendet ein Vergleich die Grenzstreitigkeiten (vierte Grenzbegehung)
1785 Vier Orlener Familien wandern nach Galizien aus (Wirth, Rücker)
1834 Orlen hat 332 Einwohner<br> der Friedhof an der Kirche (Kerschhob) wird aufgelassen, Anlage des Friedhofs am Breithardter Weg
1866 Orlen wird preußisch
1867 Friedhofserweiterung bis zum Hambacher Weg
1871 Gründung des Gesangvereins "Sängereinheit"
1872 Orlens Bevölkerung geht auf 292 Einwohner zurück (Landflucht)
1876 Bau des Spritzenhauses an der Ecke Obergasse/Hambacher Weg
1877 Kauf der ersten Feuerspritze
1895 Pflanzen der Linden am Marktplatz durch Adolf Kilian
1901 Einrichtung einer Volksbibliothek
1903 Bau der Wasserleitung; italienische Gastarbeiter bleiben in Orlen und verheiraten sich hier
1905 Orlen hat 337 Einwohner
1908 Zum letzten Mal wird Sommer- und Wintermarkt abgehalten
1910 Bau des neuen Wehener Weges
1912 Gründung des Gesangvereins "Sängerlust" (Arbeiter-Gesangverein)
1914-18 17 Orlener fallen im ersten Weltkrieg
1919 Französische Besatzungstruppen in Orlen
1920 Orlen wird an das Stromnetz angeschlossen
1923 Anläßlich der Einweihung des Kriegerdenkmals schließen sich die beiden Gesangvereine zusammen
1927 Beginn des Baues der Gemeindehalle
1928 Fertigstellung und festliche Einweihung der Gemeindehalle
1934 Die Feuerwehr Orlen erhält ein Feuerwehrauto
1936 späte Schneefälle im April verursachen riesige Waldschäden im Orlener Gemeindewald. Am 24. Juli findet zum ersten Mal seit 1908 wieder ein Markt in Orlen statt
1939 Errichtung eines Hauses am Neuhofer Weg als Lehrerdienstwohnung
1945 am 28. März besetzen amerikanische Truppen Orlen
1939-45 33 Orlener fallen im 2. Weltkrieg drei polnische Kriegsgefangene bleiben nach Kriegsende in Orlen
1946 Orlens Einwohnerzahl steigt durch Flüchtlinge, die vor allem aus dem Sudetenland stammen, auf 587; Wohnungsnot
1947-54 Bau von Häusern in der neu angelegten Römerstraße zur Behebung der Wohnungsnot
1949 Erweiterung der Wasserversorgung; Bau einer Pumpstation
1950 Bau der Kanalisation in der Mittelgasse
1952 Kanalisation der Obergasse
1953 Abriß des Backhauses; Errichtung des Feuerwehrgerätehauses
1954 Pflasterung der Obergasse und des Platzes vor dem Feuerwehrgerätehaus
1955 Bau der kleinen Leichenhalle auf dem Friedhof; die Verstorbenen werden nicht mehr zu Hause aufgebahrt; Pflasterung der Neuhofer Straße, Befestigung der Anbindungsstraße zur Hühnerstraße ("Orler Stock") mit einer Teerdecke Erweiterung der Wasserversorgung durch eine Tiefbohrung
1956 Errichtung des Forsthauses; Ansiedlung der Fa. Helmut Löser; Kanalisation und Pflasterung des Hambacher Weges
1961-67 Anlage der Kastellstraße; Orlen hat 457 Einwohner
1962 Bau des Hochbehälters am Breithardter Weg
1963 Orlen erhebt erstmals in seiner Geschichte Gemeindesteuern und Wassergeld, da die Holzwirtschaft immer weniger Gewinn abwirft
1965 Umbau und Modernisierung der Gemeindehalle
1966 Die Oberstufe der Schule wird zur Mittelpunktschule nach Wehen verlegt
1969 Schließung der Orlener Schule; Verlegung des Unterricht nach Hahn; Bau des SGO-Clubhauses am Sportplatz Zugmantel
1970 Umbau der Schule zu einem Rathaus
1971 Ausweisung des Orlener Neubaugebietes am Seifer Weg/Wingsbacher Weg
1972 Ende der Selbständigkeit Orlens; Orlen wird Stadtteil der Stadt Taunusstein
1973 Der Orler Markt wird erstmals vom Vereinsring Orlen durchgeführt
1971-89 Ausbau des Neubaugebietes
1989 Orlen hat ca. 1300 Einwohner, von denen ein einziger noch ausschließlich von der Landwirtschaft lebt (Willi Diehl); 650-Jahr-Feier
1999 Orlen bekommt seine eigene Homepage im Internet

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